P r e s s e m i t t e i l u n g

14.03.2002

ABI - Aktion Bildungsinformation e.V.
Alte Poststr. 5,
70173 Stuttgart

Telefon: 0711 - 220 216 30
Fax: 0711 - 220 216 40

E-mail: info@abi-ev.de Internet: www.abi-ev.de

 

Renate Hartwig in der Kritik
Unseriöse Arbeitsweise und Profilierungssucht

Renate Hartwig, presserechtlich verantwortlich für "directreport", ist aufgrund ihres unseriösen Verhaltens gegenüber der gemeinnützigen Verbraucherschutzorganisation und Sektenberatungsstelle "Aktion Bildungsinformation e. V." (ABI) in Stuttgart in die Kritik geraten.

Die Verbraucherschutzorganisation "Aktion Bildungsinformation e.V." (ABI) empfiehlt Aussteigern und Betroffenen der Sektenszene, Kontakte mit "Robin direct" zu prüfen und sich über sämtliche Beratungsstellen genau zu informieren.

Bereits vor Jahren hatte Frau Hartwig damit begonnen, Personen und Vereine, die sich mit großem Engagement kritisch mit Sekten und Psychogruppen auseinander setzten, zu diffamieren. Hartmut Hauser, den damaligen Leiter der Zentralstelle für Weltanschauungsfragen im Kultusministerium von Baden-Württemberg, rückte sie in die Nähe der Scientologen. Ursula Caberta, die Leiterin der Arbeitsgruppe Scientology der Freien und Hansestadt Hamburg, überzog sie mit unwahren Tatsachenbehauptungen. Kritiker innerhalb der ABI werfen Frau Hartwig zudem eine unseriöse Arbeitsweise und ein leichtfertiges Verhalten vor.

Nachdem die ABI erfolgreich aus mehreren gerichtlichen Auseinandersetzungen mit dem amerikanischen Logistikkonzern "United Parcel Service" (UPS) hervorgegangen ist, steht die ABI selbst im Kreuzfeuer der Kritik von Frau Hartwig. Insbesondere von der ABI recherchierte Fakten, die Verbindungen zwischen UPS und der Scientology Organisation (SO) belegen, werden von ihr ignoriert. In ihren Kommentaren dazu, stellt sie sich - aus welchen Gründen auch immer - nahezu deckungsgleich hinter Verlautbarungen der UPS-Zentrale in Neuss bei Köln.

Nach einer Gewerkschaftsanfrage hatte die ABI über mehrere Jahre in Sachen UPS und SO recherchiert. Nachdem sich klare Verbindungen zwischen der Scientology Organisation (SO) und dem Logistikkonzern herauskristallisierten, ging die ABI mit Ihren Informationen an die Öffentlichkeit. Ein Gespräch mit einem UPS-Sprecher verlief unbefriedigend.

Eberhard Kleinmann, Vorsitzender der ABI und Dr. Helga Lerchenmüller, Leiterin Recht, stellen klar: Es gab Zahlungen, und Lieferverträge sowie Werbe- und Schulungsmaßnahmen zwischen UPS und der Scientology Organisation (SO).

"Klingende Münzen gepaart mit gemeiner Nützigkeit" heißt es in einem Bericht des Hartwig Magazins "directreport". Dort wird der ABI unterstellt, einem Lehrinstitut gegen eine Zahlung von 50.000.- DM ein Unbedenklichkeitsgutachten erstellt zu haben. Was in dem Hartwig-Bericht verschwiegen wird, ist die Tatsache, dass es sich bei dem genannten Betrag um Anwalts- und Gerichtskosten handelte. Dieser Betrag stand der ABI nach ca. 20 Auseinandersetzungen mit dem Lehrinstitut auf Grund einer Niederlage des Institus vor dem BGH zu.

"In der Vergangenheit sind Gespräche mit Hartwig immer fruchtlos geblieben" bedauert der ABI-Vorsitzende Eberhard Kleinmann das Verhalten der Sektenkritikerin. Mit ihrem "Kampfgeschrei" gegenüber anderen Beratungsstellen und ihrem ausgeprägten Geltungsdrang hat Frau Hartwig tiefe Gräben aufgerissen und die Aufklärungsarbeit über Sekten- und Psychogruppen in Deutschland beeinträchtigt.


Dipl.-Ing. Eberhard Kleinmann

(Vorsitzender)

| weiter | e-mail | home |